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SARS-CoV-2 Impfung

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SARS-CoV-2 Impfung

Serologie:

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Corona Virus-Impfung

Allgemeines

Derzeit sind in Österreich und Deutschland zwei Impfstoffe zugelassen (Stand: 21.01.2020). Beides sind auf m-RNA basierende Impfstoffe. Zum einen der m-RNA-Impfstoff BNT162b2 von BioNTech/Pfizer der unter der unter dem Namen COMIRNATY und der INN Bezeichnung Tozinameran in der EU zugelassen ist und der von Moderna (mRNA-1273, Moderna Biotech) erhältlich unter dem Namen Covid-19 Vaccine Moderna.

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Wichtig ist es auch immer zu berücksichtigen, dass in Kürze weitere Impfstoffe von mehreren Herstellern zu erwarten sind. Diese basieren auf teilweise sehr unterschiedlichen Technologien (siehe Tabelle). Neben den m-RNA Impfstoffen gibt es solche, die auf inaktivierte Viren (sogenannte Totimpfstoffe) basieren (wie z.B. BBIBP-CorV [Sinopharm] – derzeit zugelassen in VR China, VAE und Bahrain), rekombinante Proteinimpfstoffe und nicht zuletzt Impfstoffe, die auf abgeschwächten Adenoviren beruhen. Diese wurden genetisch so verändert, dass sie sich im menschlichen Organismus nicht vermehren können, zum anderen produzieren sie das sogenannte Spike Protein des SARS-CoV-2 Virus, die eine Immunreaktion hervorrufen. Beispiele hierfür sind AZD1222 oder auch ChAdOx1 nCoV-19 von AstraZeneca/IQVIA/Covance, Sputnik V (Gamaleya Research Inst.) und Janssen Ad26.COV2.S Johnson & Johnson.


Die Corona Virus-Impfstoffe im Vergleich

Diese auf verschiedenen Impftechnologien basierenden Impfstoffe können sich nicht nur in Wirksamkeit unterscheiden, sondern müssen auch hinsichtlich möglicher unterschiedlicher Nebenwirkungen berücksichtigt werden.

m-RNA-Impfstoff

Vektorviren-Impfstoff

Totimpfstoff

Lebendimpfstoff

Protein/Peptid-basierte Impfstoffe

nicht-replizierende oder selbst-replizierende m-RNA

replizierende oder nicht-replizierende Vektorensysteme

inaktivierte Viren oder abgeschwächtes Virus

abgeschwächter Virus

z.B. Subunit-Impfstoff mit gentechnisch erzeugten Virusproteinen

Enthält keine abgeschwächten oder abgetöteten Viren, sondern lediglich die Bauanleitung (m-RNA) für ein Antigen, d.h. bestimmten Bestandteil des COVID-19-Erregers, genauer gesagt für ein Protein der Virusoberfläche (Spike Protein). Das vom menschlichen Körper gebildete "Fremdprotein" löst die körpereigne Immunantwort aus. Beispiele für die m-RNA basierten Impfstoffe sind die hier zugelassenen Impfstoffe von Moderna und Curevac.

Bei Vektorimpfstoffen wird der in den Körper einzuschleusende Bauplan für ein oder mehrere Erreger-Antigene - zuerst in das Erbgut von harmlosen Trägerviren (Vektorviren) eingebracht. Beispiele hierfür sind der z.B. auf Schimpansen-Adenoviren basierende Vektorenimpfstoff (AstraZeneca; Johnson &Johnson) oder auf humanen Adenoviren basierend (Sputnik V). Die derzeit zugelassenen Vektorenimfstoffe gegen das Coronavirus enthalten das Gen für das Spike-Protein. Im Körper führen sie zur Bildung des Coronavirus-Proteins. In den Antigen-präsentierenden Zellen wird das Protein zerstückelt und Fragmente davon als Antigen den anderen Immunzellen präsentiert was zu einer Immunantwort führt.

Inaktivierung bedeutet, dass das Virus chemisch oder durch Hitze unschädlich gemacht wurde. Das Virus ist damit nicht replikationsfähig. Der unter anderem in Bahrain und China zugelassene Impfstoff von Sinopharm ist ein auf inaktivierte Viren basierender Impfstoff.

Der genetische Code ist soweit verändert, dass es seine Proteine z.T. nicht mehr herstellen kann bzw. ist so abgeschwächt, dass er die eigentliche Erkrankung selbst nicht auslösen kann. Klassisches Beispiel ist die MMR (Masern-Mumps-Röteln) Impfung.

Enthalten einzelne virale Proteine / Peptide, die für eine Immunreaktion besonders relevant sind. Sie werden rekombinant (künstlich) hergestellt. Diese werden vom Körper als fremd erkannt und regen das körpereigene Abwehrsystem zur Antikörperbildung an.

m-RNA-Impfstoff

Impftechnologie: nicht-replizierende oder selbst-replizierende m-RNA

Wirkungsweise: Enthält keine abgeschwächten oder abgetöteten Viren, sondern lediglich die Bauanleitung (m-RNA) für ein Antigen, d.h. bestimmten Bestandteil des COVID-19-Erregers, genauer gesagt für ein Protein der Virusoberfläche (Spike Protein). Das vom menschlichen Körper gebildete "Fremdprotein" löst die körpereigne Immunantwort aus. Beispiele für die m-RNA basierten Impfstoffe sind die hier zugelassenen Impfstoffe von Moderna und Curevac

Vektorviren-Impfstoff

Impftechnologie: replizierende oder nicht-replizierende Vektorensysteme

Wirkungsweise: Bei Vektorimpfstoffen wird der in den Körper einzuschleusende Bauplan für ein oder mehrere Erreger-Antigene - zuerst in das Erbgut von harmlosen Trägerviren (Vektorviren) eingebracht. Beispiele hierfür sind der z.B. auf Schimpansen-Adenoviren basierende Vektorenimpfstoff (AstraZeneca; Johnson &Johnson) oder auf humanen Adenoviren basierend (Sputnik V). Die derzeit zugelassenen Vektorenimfstoffe gegen das Coronavirus enthalten das Gen für das Spike-Protein. Im Körper führen sie zur Bildung des Coronavirus-Proteins. In den Antigen-präsentierenden Zellen wird das Protein zerstückelt und Fragmente davon als Antigen den anderen Immunzellen präsentiert was zu einer Immunantwort führt.

Totimpfstoff

Impftechnologie: inaktivierte Viren oder abgeschwächtes Virus

Wirkungsweise: Inaktivierung bedeutet, dass das Virus chemisch oder durch Hitze unschädlich gemacht wurde. Das Virus ist damit nicht replikationsfähig. Der unter anderem in Bahrain und China zugelassene Impfstoff von Sinopharm ist ein auf inaktivierte Viren basierender Impfstoff.

Lebendimpfstoff

Impftechnologie: abgeschwächter Virus

Wirkungsweise: Der genetische Code ist soweit verändert, dass es seine Proteine z.T. nicht mehr herstellen kann bzw. ist so abgeschwächt, dass er die eigentliche Erkrankung selbst nicht auslösen kann. Klassisches Beispiel ist die MMR (Masern-Mumps-Röteln) Impfung.

Protein/Peptid-basierte Impfstoffe

Impftechnologie: z.B. Subunit-Impfstoff mit gentechnisch erzeugten Virusproteinen

Wirkungsweise: Enthalten einzelne virale Proteine / Peptide, die für eine Immunreaktion besonders relevant sind. Sie werden rekombinant (künstlich) hergestellt. Diese werden vom Körper als fremd erkannt und regen das körpereigene Abwehrsystem zur Antikörperbildung an.




FAQ - Corona Virus-Impfung bei Kinderwunsch und Schwangerschaft

1. Soll ich mich bei Kinderwunsch gegen SARS-CoV-2 impfen lassen?

Im Gegensatz zum Frühjahr zeigen die Daten nach dem derzeitigen Wissens-und Sachstand, dass eine Infektion in der Schwangerschaft häufiger als bei nicht-schwangeren Frauen schwere Verläufe zeigt. Zudem deuten einige Studien zwar darauf, dass es Babys von SARS-CoV-2-positiven Müttern meist gut geht, die Daten weisen aber auch auf erhöhte Risiken für Frühgeburten bei SARS-CoV-2-positiven Schwangeren hin. Obwohl ein Großteil der Infektionen mit SARS-CoV-2 bei Nicht-Risiko-Gruppen als auch in der Allgemeinbevölkerung und Schwangeren symptomlos bzw. mit lediglich milder Symptomatik (ca. 70-89% aller infizierten Schwangeren) verläuft, sind schwere Verläufe nicht auszuschließen. Des Weiteren kann eine Impfung sinnvoll sein, wenn ein berufs-bedingtes Expositionsrisiko gegeben ist. Ärzte, Pflegekräfte, Rettungssanitäter und Menschen in anderen sozialen Berufen zeigen nach der derzeitigen Studienlage erhöhte Risiken für schwere Krankheitsverläufe bei einer Covid-19 Erkrankung.

Tatsächlich stellt sich aber derzeit weniger die Frage ob Sie sich impfen lassen sollten, sondern ob Sie sich impfen lassen können. Nach den derzeitigen nationalen Impfstrategien erfolgt derzeit eine Priorisierung sogenannter Risikogruppen bei der Impfung. Auch innerhalb Deutschlands wird die Priorisierung der Ständigen Impfkommission (STIKO) in den Bundesländern offenbar unterschiedlich umgesetzt. Während in manchen Bundesländern vor allem Bewohner in Pflegeeinrichtungen den derzeit höchsten Anteil der Impflinge stellen, sind es in anderen beispielsweise Mitarbeiter in Gesundheitsberufen. Die derzeitige Impfquote liegt in Deutschland bei 1,26% (Stand 16.01.2021). Bis also jeder Bürger die Möglichkeit einer Impfung hat werden trotz wahrscheinlich immer neuer zugelassenen Impfstoffen im Bestfall noch einige Monate vergehen.

2. Wann kann ich mich bei Kinderwunsch gegen SARS-CoV-2 impfen lassen?

In Bezug auf die bereits zugelassenen m-RNA Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 kann zurzeit noch keine ganz klare Empfehlung gegeben werden. Das RKI gibt hierzu keine Stellungnahme ab. Das amerikanische CDC (Centers for Disease Control and Prevention) spricht sich nach der Impfung nicht für eine Wartezeit bis zum Eintritt einer Schwangerschaft aus. Verschiedenste Gremien und Gesellschaften sind sich diesbezüglich uneins. Teilweise betrifft dies auch die Thematiken Impfen in der Schwangerschaft und die Impfung von stillenden Müttern. Auch zwischen unterschiedlichen reproduktionsmedizinischen und gynäkologischen & geburtshilflichen nationalen wie internationalen Fachgesellschaften herrscht kein Konsens. Die Empfehlungen reichen von einem bis zu drei Monaten nach der letzten Impfung. Ob eine Kinderwunschtherapie diesbezüglich verschoben werden sollte, ist gegeben falls mit dem behandelnden Arzt abzuklären. Im Regelfall lässt sich eine Stimulation / Embryo-Transfer verschieben. Unter bestimmten Umständen kann auch eine Kryokonservierung von Embryonen oder Eizellen in Betracht gezogen werden.

3. Welche Vorkehrungen muss ich bei einer Impfung planen, wenn ich schwanger werden möchte?

Es müssen keine besonderen Vorkehrungen getroffen werden.

4. Kann ich mich als Schwangere gegen SARS-CoV-2 impfen lassen?

Im Regelfall: Nein. Die STIKO (Ständige Impfkommission) des RKI empfiehlt derzeit nicht in der Schwangerschaft zu impfen. Wie bereits oben angesprochen, kann aufgrund der mangelnden Datenlage keine definitive Aussage über die Sicherheit der Anwendung der Impfung während der Schwangerschaft sowie Stillzeit getroffen werden. Sie ist daher für Schwangere nicht empfohlen. Eine Ausnahme könnte sein, wenn Sie zu einer Risikogruppe zählen. Fachgesellschaften wie die österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe(OEGGG) empfehlen, die Entscheidung, ob dennoch eine Impfung während einer Schwangerschaft verabreicht wird, von individuell auf dem persönlichen Risikoprofil der Schwangeren basierend und vor dem Hintergrund der zu Verfügung stehenden Datenlage zu entscheiden. WICHTIG ist es zu betonen: Eine solche Entscheidung muss immer individuell mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

5. Was kann ich als Schwangere trotzdem tun, um mein Risiko, an SARS-CoV-2 zu erkranken, zu verringern?

Die effektivste Methode, sich nicht mit dem Virus zu infizieren ist die penible Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln und Abstandsregeln und die allgemeinen Richtlinien zur Verminderung von Sozialkontakten ("social distancing") einzuhalten! So minimieren Sie Kontakt mit möglicherweise infizierten Personen. Dies gilt auch für die Mitglieder ihres Hausstandes. Hier kann es sinnvoll sein, wenn sich diese (Ehe-/Lebenspartner impfen lassen und somit zu Ihrem indirekten Schutz (und dem Ihres ungeborenen Kindes beitragen). Dies gilt im besonderen Maße dann wenn etwa Ihr Partner medizinischen oder Pflegepersonal angehört.

6. Ist eine Impfung gegen SARS-CoV-2 trotz Schwangerschaft eine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch?

Nein, definitiv nicht! Es gibt keinen Hinweis, dass sich die derzeit zugelassenen Impfstoffe sich fruchtschädigend auswirken würden. Zum einen deutet nichts aus den Tierstudien darauf hin. Zum anderen basiert diese Einschätzung auch an geimpften Schwangeren. Zwar wurden, wie bereits erwähnt, keine Schwangeren wissentlich im Studienrahmen geimpft, jedoch waren unter den Studienteilnehmerinnen vereinzelt Frauen, welche unwissentlich schwanger waren und hier gibt es derzeit keine bekannten negativen Auswirkungen.

7. Kann ich mich impfen lassen, wenn ich stille?

Es gibt derzeit keine Daten zur Sicherheit von SARS-CoV-2-Impfstoffen bei stillenden Frauen oder zu den Auswirkungen von m-RNA-Impfstoffen auf den gestillten Säugling. Trotzdem stellt ein solcher Impfstoff wohl kein Risiko für das gestillte Baby dar. Die m-RNA-Impfstoffe sind keine Lebendimpfstoffe. Die m-RNA im Impfstoff wird durch normale zelluläre Prozesse schnell abgebaut. Keinesfalls wird sie über die Muttermilch übertragen. Sollten Sie zu einer Personengruppe gehören, für die ein Covid-19-Impfstoff empfohlen wird, sollten Sie sich für die Impfung entscheiden.

8. Wie lange geht der Impfschutz, bin ich zu 100% geschützt?

Einen 100%igen Schutz gibt es bei einer Impfung nie . Die Hersteller geben eine Wirksamkeit von 60-92% an. Diese beruhen auf die Beobachtung von Bildung neutralisierenden Antikörper gegen das Wildtyp-Virus. Erste klinische Daten gibt es aber aus Israel, wo über 20% der Bevölkerung bereits durchgeimpft sind. Medienberichten zufolge zeigen Daten der israelischen Krankenkasse Clalit eine Impfeffektivität von rund 33 Prozent, die bereits zwei Wochen nach der ersten Vakzinierung einsetzt. Wie lange der Impfschutz allerdings anhält, kann nicht beantwortet werden. Aber aufgrund der immer wieder berichteten Fälle von Re-infektionen scheint eine benötigte Impfauffrischung nicht ausgeschlossen. Auch ist nicht mit Sicherheit auszuschließen, dass das SARS-CoV-2 Virus zukünftig dahingehend mutiert, dass die derzeitigen Impfstoffe unwirksam sind.

Was gilt es sonst noch zu beachten?

Die hier aufgeführten Antworten und Stellungnahmen stellen den derzeitigen Wissensstand dar. Keinesfalls ersetzen sie ein Beratungsgespräch. Individuelle Faktoren, persönliche Anamnese sind immer zu berücksichtigen und in einen Entscheidungsprozess miteinzubeziehen. Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gerne!