Nach der Befruchtung der Eizelle / Eizellen mit den Spermien beginnt die sogenannte Kultur des Embryos / der Embryonen. Das heißt, die Entwicklung bzw. das Heranwachsen des Embryos / der Embryonen findet in einem Kulturmedium im Inkubator ("Brutschrank") statt. Haben die Embryonen ein bestimmtes Stadium (Blastozyste = einnistungsfähiger Embryo) erreicht, werden jene Embryonen (max. 2) ausgewählt und in die Gebärmutter der Frau eingebracht, welche das höchste Entwicklungspotential aufweisen.
Ausschlaggebend hierfür ist die langjährige Erfahrung unserer hochqualifizierten Biologinnen und Biologen im IVF-Labor. Dabei kommen auch modernste Technologien, wie das "EmbryoScope", zum Einsatz. Diese Mikroskopie-Technik ermöglicht eine konstante optische Überwachung der Embryonalentwicklung im Zeitraffer.
Bei der Kultur im "EmbryoScope" wird ca. alle 15-20 Minuten ein Bild automatisiert aufgenommen (Time-lapse; Zeitraffer) und aufgezeichnet, ohne dass die Embryonen für eine Beurteilung aus den optimalen Kulturbedingungen entnommen werden müssen (siehe Video). Diese Bildaufnahmen erfolgen über die gesamte Kultur auch über Nacht. Damit können die morphologische Entwicklung und die Zellteilungen kontinuierlich beurteilt werden ohne die stabilen Kulturbedingungen zu unterbrechen.
Diese Technik ist besonders für Patientenpaare mit einer größeren Anzahl an Embryonen geeignet. Denn, die Time-lapse Aufnahme liefert zusätzliche prognostische Informationen zur Embryonalentwicklung. Vor allem die Identifizierung von Embryonen, bei denen aus einer Blastomere in einem Schritt nicht zwei sondern mehrere Zellen entstehen, ist wichtig, weil diese nicht zu einer Schwangerschaft führen würden.