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IVF / ICSI bei Frauen über dem 40. Lebensjahr
Im Rahmen der in vitro Fertilisation (IVF) produzieren Frauen über dem 40. Lebensjahr weniger Eizellen und wenig normale Embryonen. Folglich werden weniger Patientinnen über 40 Jahren mittels künstlicher Befruchtung schwanger.

Auf der Basis unserer Durchsicht der wissenschaftlichen Literatur und unserer jüngsten klinischen Erfahrungen glauben wir, dass die Vorbehandlung mit Dehydroepiandrosteron (DHEA), das in den USA als Nahrungsergänzung mit milden androgenen Eigenschaften gilt, das Ansprechen auf die Hormongabe im Rahmen der IVF und möglicherweise auch die Qualität der Embryonen und die Schwangerschaftschancen verbessert.
 
Wir bieten unseren Patientinnen aus oben dargelegten Gründen an, DHEA Tabletten (3 Mal 25mg täglich) vor der Hormongabe zur Follikelstimulation einzunehmen.
 
1. INFORMATIONEN ZUR EINNAHME VON DHEA
 
DHEA Kapseln (je 25mg) werden 3 Mal täglich, eine morgens, eine mittags, eine abends, jeweils zu den Mahlzeiten eingenommen.
 
Vor dem Start der Hormongabe im Rahmen der in vitro Fertilisation, möchten wir Ihnen gerne einige Informationen über die Wirkungen und möglichen Nebenwirkungen von DHEA geben und Ihnen im Anschluss noch einmal genau erläutern, wie wir Ihnen empfehlen, die Tabletten einzunehmen.
 
 
2. DIE SUBSTANZ DHEA
 
Dehydroepiandrosteron (DHEA) ist ein mildes körpereigenes männliches Hormon, das von Frauen und Männern produziert wird. Aus diesem in den Nebennieren gebildeten DHEA baut der Körper männliche Hormone (Androgene) und weibliche Hormone (Östrogene) auf.
 
Wie viel DHEA der Körper herstellt, hängt stark vom Alter ab. Nach der maximalen Konzentration bei 25-Jährigen nimmt die im Blut kreisende Menge an DHEA stetig ab. Bei 80-Jährigen beträgt sie nur noch zehn bis 20 Prozent der Spitzenwerte in jungen Jahren. Deshalb wird DHEA auch als "Hormon der Jugend" bezeichnet.

In den USA ist DHEA rezeptfrei als Nahrungsmittelergänzung erhältlich, in Europa ist es generell rezeptpflichtig. Derzeit wird es zur Behandlung verschiedener Erkrankungen wie Morbus Alzheimer, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, prämenstruelle Symptome, rheumatische Erkrankungen, Gewichtsverlust, etc. eingesetzt. Obwohl die bisher veröffentlichten Untersuchungen viel versprechend sind, werden noch mehr Informationen über die Wirkungen von DHEA zur Behandlung der erwähnten Erkrankungen benötigt, um DHEA gezielt einsetzen zu können.
 
Infos aus den USA zu DHEA:
 
DHEA-TREATMENT AND OVULATION – A RANDOMIZED PLACEBO-CONTROLLED TRIAL OF DEHYDROEPIANDROSTERONE (DHEA) TREATMENT BEFORE STARTING OVULATION INDUCTION FOR IN VITRO FERTILIZATION (IVF)
 
Principal Investigator: David H. Barad, MD MS
Co-Investigators: Norbert Gleicher, Andrea Weghofer
 
21 East 69th Street, New York, NY 10021
 
Specific Aims:
The ability of women to respond to ovulation inducing medications also called ovarian reserve, declines with age. (Navot, Bergh et al. 1991; Scott, Leonardi et al. 1993; Toner and Flood 1993 ; Scott and Hofmann 1995; Scott 1996; ASRM 2002) When attempting in-vitro fertilization (IVF), older women produce few oocytes (Chuang, Chen et al. 2003; Orvieto, Bar-Hava et al. 2004) and yield few normal embryos, even when exposed to maximal gonadotropin stimulation.(Orvieto, Bar-Hava et al. 2004) As a result reproductive success for women over 40 years old is significantly reduced compared to younger women. Older ovaries have few antral follicles, high rates of follicular degeneration (atresia)(Faddy 2000) and increased “resistance” to ovulation induction.(Filicori 1999; Chuang, Chen et al. 2003; Kupesic, Kurjak et al. 2003) A delay in onset of atresia could salvage follicles for later ovulation.  
The specific hypothesis behind the proposed research is that DHEA is a regulator of follicular dynamics acting in the early pre-gonadotropin dependent stage of initial primordial follicle recruitment and growth. That hypothesis is based on the following observations. First, at physiological doses DHEA increases serum levels of the insulin-like growth factor (IGF-l).(Casson, Santoro et al. 1998) DHEA is produced by the ovarian theca,(Burger 2002) increased concentration of follicular DHEA is associated with increased aromatase activity,(Franks, Mason et al. 2000) and DHEA is a prohormone that is converted in peripheral tissues to estrogens.(Haning, Hackett et al. 1993) Second, DHEA exposed rats simulate polycystic ovary syndrome (PCO)(Roy, Mahesh et al. 1962) and have a higher percentage of meiotically active oocytes and less evidence of atresia.(Anderson, Lee et al. 1997) Women chronically exposed to androgens can develop PCO-like ovaries.(Amirikia, Savoy-Moore et al. 1986) Women with anovulatory PCO have less evidence of follicle atresia.(Franks, Mason et al. 2000) Third, Casson et al (Casson, Lindsay et al. 2000) found a small increase in follicle number and E2 response to ovulation induction after two months of DHEA (80 mg/day) administration to five women, with proven ovarian resistance to stimulation. We recently reported a case study of a patient who experienced a dramatic increase in oocyte production after four months of DHEA treatment (75 mg/day). This treatment duration is in keeping with the interval required for normal follicular initiation of recruitment and growth(Gougeon 1986) and raises that possibility that the Casson et al. did not treat their subjects long enough to achieve maximum effect.
Preliminary data
Barad and Gleicher reported a patient with a history of severely decreased ovarian reserve who dramatically increased her oocyte production over nine cycles of treatment while taking DHEA and ovulation induction.(Barad and Gleicher 2005)   This report was followed by a case control study that showed increased oocyte production and improved embryo quality among 25 DHEA treated patients, whose pre-treatment cycle acted as control.(Barad and Gleicher 2005)

More recently we showed that DHEA treated patients with significant decreased ovarian reserve have higher pregnancy rates compared to controls.(Barad, Brill et al. 2006)


 
 
 
3. MÖGLICHE NEBENWIRKUNGEN, RISIKEN UND WANN SIE DHEA NICHT EINNEHMEN SOLLTEN
 
Generell wird DHEA gut vertragen. Die geringe Dosierung, die wir verwenden (3 x 25 mg/Tag), macht Nebenwirkungen selten, schließt sie aber nicht aus. Im Zusammenhang mit der Einnahme von DHEA kann es etwa zu milden Formen von Akne, Behaarung oder Haarausfall, Insulinresistenz, Schwitzen und erhöhtem Taillenumfang kommen. Sollten bei Ihnen unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, ersuchen wir Sie, Kontakt mit uns aufzunehmen.
 
Die Einnahme von Cortisonpräparaten und Danazol, Kalziumkanalblockern, Insulin und Morphinen kann den Blutspielegel von DHEA verändern.
 
Da DHEA die Vorstufe der Geschlechtshormone darstellt, soll DHEA bei Brustkrebs, Gebärmutterkrebs oder Eierstockkrebs ebenso wie bie Tamoxifenbehandlung nicht angewendet werden. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass die Einnahme von DHEA während der Schwangerschaft schädlich ist, es gibt aber keine ausreichenden Informationen, um einen möglichen Schaden auszuschließen. Schwangere sollten DHEA daher nicht einnehmen. Bei einer Allergie gegen DHEA sollte auf eine Einnahme ebenfalls verzichtet werden.
 
4. RISIKEN
 
  • DHEA könnte die Testosteron- und Dehydrotestosteronwerte (DHT) in den Haarbälgen erhöhen. Höhere DHT-Werte könnten bei einigen Personen zu Haarausfall führen.
  • Mögliche Nebenwirkungen der DHEA-Therapie umfassen Akne, eine tiefere Stimme (wichtig/Vorsicht bei Sängerinnen) und Haarwachstum im Gesicht, Langzeiteffekte des DHEA sind nicht bekannt.
  • Andere mögliche Nebenwirkungen beinhalten Zyklusunregelmäßigkeiten und Unruhe.
  • Als Vorstufe der Sexualhormone muss ein möglicher Effekt auf Hormon-empfindliche Krebsarten bedacht werden. Frauen mit einer bestehenden oder zurückliegenden Brustkrebs- oder Gebärmutterschleimhautkrebserkrankung sollten DHEA nicht einnehmen.
  • In seltenen dokumentierten Fällen haben Patienten nach der Einnahme von großen Dosen DHEA einen unregelmäßigen Herzschlag und Herzklopfen bemerkt.
  • Schwerwiegende unerwünschte Nebenwirkungen, wie Blutgrinnsel, sind sehr selten bei dieser Dosierung, während Dosen von 1600mg täglich beträchtliche Nebenwirkungen hervorgerufen haben, worufhin die DHEA-Therapie abgebrochen werden musste.
 
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