Erfolg durch Qualität

Samenselektion


Durch wesentliche Fortschritte in der assistierten Reproduktionsmedizin können wir auch Paaren helfen, bei denen früher infolge sehr schlechter Samenbefunde praktisch keine Aussicht auf eine erfolgreiche Therapie bestand.

Die sogenannte Intracytoplasmische Spermainjektion (ICSI) hat sich vor Jahren schon als Meilenstein in der Sterilitätstherapie etabliert. Mit Hilfe dieser Technik wird ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle injiziert, um damit eine Befruchtung zu erreichen.

Kinderwunsch-Samenselektion

Unser Biologe, Dr. Pierre Vanderzwalmen, ist auf diesem Gebiet Pionier und hat zur Etablierung dieser Methode wesentlich beigetragen.

Eine Weiterentwicklung der ICSI-Methode ist die sogenannte „Intracytoplasmic Morphologically Selected Sperm Injection“, auch IMSI – Methode genannt.

Bei der herkömmlichen ICSI - Technik werden Samen mit 200- bis  400-facher Vergrößerung beurteilt. Bei der IMSI – Methode können Spermien viel besser beurteilt werden, da man diese mit einer 6.600 - 12.500 fachen Auflösung betrachtet.

Zum Vergleich:  Man stelle sich ein Fernglas vor, mit dem man die Mondoberfläche betrachtet. Ob das Fernglas nun ein Operngucker oder aber das Hubble Weltraumteleskop ist – das Ergebnis ist selbstverständlich ganz etwas anderes.

Nun, mit dieser neuen IMSI Technik konnten wir verdeutlichen, dass es bei Vorliegen eines "normalen" Samenbefundes Qualitätsunterschiede gibt, die man mit der ICSI Technik nicht erfassen kann.

Im Durchschnitt haben 50% aller Samen eine schlechte Qualität. Je schlechter der Samenbefund, desto weniger qualitativ gute Samen sind vorliegend. Wir konnten eine neue Klassifikation der Samen - Qualität mit Hilfe der IMSI Technologie erstellen (Samenqualität 1-4).

Wenn man Samen mit der Qualität 1-2 zur Befruchtung heranzieht, entwickeln sich deutlich mehr Embryonen zu Blastozysten am Tag 5 als mit Samen der Qualität 3-4.


Kinderwunsch-Statistik-Samen-Qualitaet



Interessanterweise ist diese Signifikanz am Tag 3 der Embryonenentwicklung nicht klar ersichtlich. Dies ist dadurch erklärbar, dass der „Late-Paternal-Effekt“ erst ab dem Tag 3 der Embryo-Entwicklung zum Tragen kommt.



Kinderwunsch-Embryonalentwicklung
Late Paternal Effect



Wir schließen daraus, dass neben der Blastozysten - Auswahl auch eine Spermium - Selektion in jedem Fall stattfinden sollte.

Schlussfeststellung:
Wie bereits erwähnt, haben im Durchschnitt 50% aller Spermien eine schlechte Qualität und führen bei einer Befruchtung der Eizelle nur in geringerem Ausmaß zu einer Blastozyste.

Unsere theoretische Überlegung lautet folgendermaßen:
Wenn man nun in ca. 50% der Fälle mit der herkömmlichen ICSI-Technik das falsche Spermium für die Befruchtung auswählt (da die Kopf-Defekte des Samens nicht gut beurteilbar sind), riskiert man bei einer z.B. 38-jährigen Frau, dass eine von zwei Eizellen ihr „Entwicklungspotential“ nicht ausüben kann.





Somit halbiert man in dieser Altersgruppe die Schwangerschafts- und Baby-Take-Home-Raten, wenn man nur die ICSI anstatt der IMSI einsetzt.

Wir haben dazu wissenschaftliche Untersuchungen angestellt und publiziert, die diese Theorie stark untermauern.

Neue Zahlen deuten ebenso darauf hin, dass die IMSI Methode auch der normalen IVF überlegen ist. Es stellt sich nämlich die Frage, ob die Eizelle von sich aus erkennen kann, ob der Samen einen Kopf-Defekt in sich trägt (denn auch Samen, die morphologisch ohne IMSI bestens aussehen, können schwere Kopf-Defekte mit Vakuolen tragen).
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Literatur zum Thema


   Pub Med

     Blastocyst development after sperm
       selection at high magnification is
       associated with size and number
              of nuclear vacuoles.

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