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Tiefgefrieren von Embryonen im Blastozystenstadium...

  
Univ. Doz. Dr. Nicolas Zech

... mit einer sehr effektiven Technologie (Vitrifikation) und höchstem Reinheitsschutz!
  
In vitro Fertilisierung (IVF) auf höchstem Niveau.

Das IVF Zentrum Prof. Zech mit seinen Dependancen in Österreich (BregenzSalzburg), Deutschland (München), Schweiz (Niederuzwil), Italien (Meran), Belgien (Brüssel) und Tschechische Republik (PilsenKarlsbad) ist sehr bestrebt die Künstliche Befruchtung in allen Bereichen auf höchstem Niveau anzubieten.

Hierher gehört - um den Traum vom unerfüllten Kinderwunsch ein Stück näher zu kommen -  neben der Blastozysten – Selektion, der Intracytoplasmic Morphologically Selected Sperm Injection, auch IMSI genannt, der PICSI, dem Assisted Hatching (AH), der Preimplantation-Genetic-Diagnosis, abgekürzt PGD oder im Deutschen PID und vielem mehr vor allem auch einen effiziente und sichere Methode des Tiefgefrierens von Embryonen (vor allem der Embryonen am Tag 5 der Kultur, den so genannten Blastozysten).

Unser Ziel ist es, im ersten Anlauf eine Schwangerschaft mit einem gesunden Wunschbaby herbeizuführen. Der elektive Embryo - Transfer von nur einer Blastozyste genügt dazu meistens und verhindert effektiv Mehrlings - Schwangerschaften, die ein Risiko für die Mutter und für die Kinder darstellen.

Wenn ein Embryo - Transfer von nur einer Blastozyste vorgenommen wird, sind meistens ein bis mehrere Blastozysten noch vorhanden, die sehr effizient und vor allem sicher tiefgefroren werden können. Damit kann man bei erneutem Kinderwunsch ohne Wiederholung der  Follikel Stimulation zu einem weiteren Kind verhelfen. Wir haben sehr aktuell in einer renommierten Fachzeitschrift (RBMonline) unsere Ergebnisse bezüglich des Tiefgefrierens von Blastozysten mit einem neuen Verfahren, das höchste Sicherheit bietet, publiziert. Hervorragende Schwangerschaft – Raten wurden nach dem Auftauen und Einsetzen der Blastozysten in die Gebärmutter erzielt.

Unsere Zentren setzten an sich selbst die höchsten Maßstäbe und fordern Exzellenz in allen Bereichen. Nur so kann der Kinderwunsch effektiv in Erfüllung gehen.



Anbei die Zusammenfassung der Originalarbeit.

Vanderzwalmen P, Ectors F, Grobet L, Prapas Y, Panagiotidis Y, Vanderzwalmen S, Stecher A, Frias P, Liebermann J, Zech NH. Aseptic vitrification of blastocysts from infertile patients, egg donors and after IVM. Reprod Biomed Online. 2009; 19(5) [e-pub ahead of print on 28 September 2009].

IVF Centers Prof. Zech, Bregenz, Austria; FNRS, GIGA Transgenic Platform, University of Liège, Liège, Belgium; GIGA-Research, University of Liège, Liège, Belgium; Iakentro IVF Centre, Thessaloniki, Greece; Centre Hospitalier Inter Régional Cavell (CHIREC), Braine l’Alleud – Bruxelles, Belgium; Fertility and sterility National Center (CENALFES), Cochabamba, Bolivia; Fertility Centers of Illinois, Chicago, Illinois, USA

During embryo vitrification, it is advisable that cooling and storage should occur in a carrier device in which there is complete separation of the embryos from liquid nitrogen to ensure aspesis. The consequence of a reduction in the cooling rate resulting from the heat-insulating barrier aseptic devices has to be counteracted by gradually increasing intracellular concentrations of cryoprotectants without inducing a toxic effect. Blastocysts originating from couples with male and/or female factor infertility (group 1) or from oocyte donors (group 2) or from in-vitro matured oocytes (group 3) were gradually exposed to increasing concentrations of dimethylsulphoxide/ethylene glycol (5/5%, 10/10% and 20/20%) before aseptic vitrification using a specially designed carrier (VitriSafe), a modification of the open hemi-straw plug device. A total of 120 aseptic vitrification/warming cycles were performed in group 1, 91 in group 2 and 22 in group 3. Survival rates before embryo transfer, ongoing pregnancy and implantation rates were as follows: for group 1, 73, 43 and 26%; for group 2, 88, 53 and 34%; and for group 3, 69, 50 and 38%, respectively. In spite of reduced cooling rates due to aseptic vitrification conditions, a three-step exposure to cryoprotectant solutions protects the embryos effectively from cryo-injuries and guaranties high survival rates.
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Preimplantation-Genetic-Diagnosis (PGD)

  
Univ. Doz. Dr. Nicolas Zech

"Optimierung der Zellanalyse von Embryonen um den unerfüllten Kinderwunsch noch besser erfüllen zu können"
  
Die PGD, im deutschen auch PID (Präimplantations-Diagnostik) erlaubt es einzelne Zellen von sich entwickelnden Embryonen oder auch die Polkörperchen einer befruchteten Eizelle zu untersuchen und die Blastozysten mit dem höchsten Potential zu einem gesunden Kind zu werden zu selektieren.

Unser Team in Pilsen, mit dem ärztlichen Leiter Dr. Petr Uher, arbeitet schon seit Anbeginn mit dem Pionier der PID, Dr. Yury Verlinsky, und seinem Team eng zusammen. Durch unsere Vorgabe, alle Schritte in der Behandlung vom unerfüllten Kinderwunsch - mit dem Ziel den Traum vom Wunschkind den Paaren zu erfüllen – exzellent durchzuführen, sind wir sehr bestrebt die Qualität in allen Bereichen auf höchstem Niveau anbieten zu können.

Hierher gehört auch die Analyse von Embryonen und Polkörperchen mittels PID. Weltweit kann man bisher nicht immer eine 100% korrekte Aussage über den chromosomalen Status eines Embryos geben. Dies ist technikbedingt. In einer kürzlich veröffentlichten Arbeit konnten wir zeigen, dass durch eine Re-Analyse der gewonnenen Daten bezüglich dem Chromosomenstatus von Embryonen die Fehlerquelle, die weltweit in jedem Labor technikbedingt gegeben ist, deutlich gesenkt werden kann (ein Beispiel hierfür ist die Figure 2 der Originalarbeit, siehe unten).

Die ist nur möglich, da wir über ein ausgezeichnetes Netzwerk von renommierten Wissenschaftlern besitzen und selbst ein exzellentes Team haben, die an sich und an alle die höchsten Qualitätsansprüche setzen.


Anbei die Zusammenfassung der Originalarbeit.

Uher P, Baborova P, Kralickova M, Zech MH, Verlinsky Y, Zech NH. Non-informative results and monosomies in PGD: the importance of a third round of re-hybridization. Reprod Biomed Online. 2009; 19(4): 539–546
IVF Centers Prof. Zech, Pilsen, Czech Republic; Reproductive Genetics Institute, 2825 N Halsted Street, Chicago, USA; Department for Obstetrics and Gynecology, Unit of Gynecological Endocrinology and Reproductive Medicine, University of Graz, Austria

The incidence of non-informative results after fluorescence in-situ hybridization (FISH) was analysed in preimplantation genetic diagnosis (PGD). FISH was performed on seven chromosomes (13, 16, 18, 21, 22, X and Y) in two rounds of hybridization (one biopsied blastomere per day 3 embryo). A third round with telomeric probes was performed in order to analyse the chromosome(s) in question. A total of 702 embryos out of a total of 719 embryos from 95 cycles were analysed. The remaining 17 embryos were anucleated and/or had poor quality and could not be diagnosed. After FISH analysis, 52.7% of blastomeres were found to be abnormal, 27.1% euploid, and 20.2% had non-informative results. Abnormalities considered as non-informative included ‘monosomy in question’ (46.5%), ‘trisomy in question’ (40.2%), compound aneuploidy (8.5%), and ‘no result’ (4.9%) for a tested chromosome. Following re-hybridization with telomeric probes, euploidy was found in 42.4% of ‘monosomies in question,’ in 82.4% of ‘trisomies in question,’ in 16.7% of compound aneuploidies, and in 71.4% of ‘no results’ for a tested chromosome. Only 4.2% of non-informative results could not be rescued. This study clearly demonstrates the importance of re-hybridizing non-informative results and monosomies using a third round of hybridization with telomeric probes for chromosome(s) in question.


A                                     B                                      C
Figure 2. (a) Diffused signal for chromosome 18-MultiVysion PGT panel. (b) Second-round hybridization with probes CEP 16 and LSI 22. (c) Rehybridization of the same nucleus for chromosome 18 with sub-telomeric probes Tel18q.

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Schweinegrippe bei Kinderwunsch und Schwangeren

  
Obwohl Schwangere, Neugeborene und chronisch Kranke  zu den Risikogruppen gezählt werden und die Impfung von Experten empfohlen wird, wissen wir heute noch nicht, ob der Impfstoff  für die werdende Mutter sicher genug ist. Es fehlen dazu noch die notwendigen Daten. Klarheit in Hinblick auf Wirksamkeit und Sicherheit der verschiedenen Impfstoffe  ist nach Herrn Prof. Dr. med. Ulrich Heininger, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission am Robert Koch Institut, so schnell nicht in Sicht.

Auch Herr Prof. Dr. med. Frank von Sonnenburg, Infektionsmediziner am Klinikum der Universität München, meint, dass  "Einerseits Schwangere eine Impfung am nötigsten bräuchten, andererseits hier aber die wenigsten Daten vorliegen."

Vergleich mit der saisonalen Grippe:
In Deutschland wird bei Schwangeren im Gegensatz zu den USA die Impfung nicht ausdrücklich empfohlen, im Gegenteil: es wird in den ersten 3 Monaten sogar davor gewarnt und erst nach dem 3. Monat kein Risiko für Mutter und Kind gesehen. Allerdings fehlen auch dazu noch Daten aus größeren tierexperimentellen oder klinischen Studien.

Wie sich sogenannte Adjuvantien (Impfverstärker, die die Impfantwort erhöhen) in der Schwangerschaft auswirken, ist derzeit auch noch unklar. Den Experten scheinen die Medikamente trotzdem sicher, auch wenn sie ein Adjuvans enthalten sollten, da es sich immer um Totimpfstoffe, die grundsätzlich in der Schwangerschaft als unbedenklich gelten, handelt.
 
"Wäre meine Frau jetzt schwanger, würde ich trotz aller Unsicherheiten momentan dazu tendieren, ihr zu einer Impfung gegen die Schweinegrippe zu raten", sagt von Sonnenburg. [SpiegelOnline]
Auch Heininger von der Stiko meint: "Nach meiner persönlichen Einschätzung halte ich es für sinnvoll, wenn sich Schwangere impfen lassen, denn die Verläufe der Erkrankungen sind durchaus besorgniserregend." [SpiegelOnline]

Die WHO empfiehlt prinzipiell auch Schwangeren, sich impfen zu lassen (STIKO 2009).

Die Entscheidung müssen Sie selbst, nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und einer Nutzen-Risiko-Abwägung treffen: wenn Sie viel mit Menschen zusammenkommen, dann ist Ihr Risiko, sich mit Schweinegrippe anzustecken, deutlich höher, als wenn Sie von Zuhause aus arbeiten und nur selten unter Menschen gehen.

Vorbeugung gegen die Schweingrippe Infektion (Influenza A/H1N1-Virusinfektion):

Die Übertragung der Influenza A/H1N1-Viren erfolgt

  • durch Tröpfcheninfektion - kleine Tröpfchen, die z. B. beim Husten ausgeworfen werden, oder
  • durch Kontakt mit kontaminierten (virenverseuchten) Gegenständen, z .B. einer Hand nach dem Niesen.

Daher werden folgende Verhaltensmaßnahmen empfohlen:

  • Hände waschen: Regelmäßig und gründlich mit Seife, auch zwischen den Fingern waschen!
  • Keine Hände schütteln, auch wenn dies in unserer Kultur fest verankert ist.
  • Nicht an Augen, Nase und Mund fassen, schon gar nicht mit ungewaschenen Händen. Schleimhäute sind Eintrittspforten für Erreger.
  • Geschlossene Räume regelmäßig lüften, das reduziert die Zahl der Influenza A/H1N1-Viren im Raum.
  • Abstand halten! Je weiter man von einem hustenden oder niesenden Menschen entfernt steht, desto besser.
  • Menschenansammlungen meiden, wenn massive Influenza A/H1N1-Infektionen in der eigenen Umgebung (Stadt) auftreten.
  • Medizinischer Mundschutz? Ob damit ein echter Schutz vor der Schweinegrippe erreicht wird ist nicht sicher geklärt. Dünne Schutzmasken aus Papier sind definitiv ungeeignet. Ein Atemschutz bietet unter Umständen Schutz vor Tröpfcheninfektionen.
  • Das Influenza A/H1N1-Virus breitet sich sehr gut von Mensch-zu-Mensch aus, daher gibt es trotz aller Vorbeugung gegen Schweinegrippe Schutz nur in begrenztem Maße.

Da momentan die Schweinegrippe-Infektionen sehr milde verlaufen, ist trotz einer Schweinegrippe-Welle keine Panik, sondern besonnenes Handeln angesagt!


Therapie bei Schweingrippe Infektion (Influenza A/H1N1-Virusinfektion):

  • Tamiflu (Wirkstoff Oseltamivir) ist auch für Schwangere relativ sicher. Es gibt derzeit weder Hinweise für eine Gefährdung der werdenden Mütter, noch der ungeborenen Kinder. Tamiflu ist derzeit das Mittel der Wahl, da es mehr Daten zur Sicherheit in der Schwangerschaft gibt als von Relenza (Zanamivir)
  • Die Einnahme von Tamiflu zur Vorbeugung gegen die Schweinegrippe ist ohne ärztliche Anweisung nicht empfehlenswert!

Impfstoffe – Impfung – Nebenwirkungen:

In Österreich wird der Impfstoff Celvapan (Firma Baxter) verwendet.

Ab November ist die Impfung für Kranke und Schwangere möglich, ab 9. November können sich alle anderen Österreicher impfen lassen. Die Immunisierung gegen die Schweinegrippe erfolgt auf freiwilliger Basis. Sie kostet  4,90 Euro (Rezeptgebühr) Den Rest übernimmt der Hauptverband der Sozialversicherungen.

Ein voller Impfschutz ist erst nach zwei Spritzen gegeben, wobei  ein Abstand von drei Wochen zwischen den beiden Injektionen empfohlen wird. Dies gilt für Erwachsene, Kinder ab dem Alter von sechs Monaten und auch für Schwangere.

Drei Impfstoffe sind derzeit zugelassen: Pandemrix, Focetria und Celvapan.
Celvapan ist Ganzvirus-Impfstoff und enthält im Gegensatz zu den anderen beiden Impfstoffen keine Adjuvantien.

Thiomersal, eine organische Quecksilberverbindung, wird den Impfstoffen beigesetzt, um sie steril zu halten. Es kann in seltenen Fällen eine Kontaktallergie auslösen (1-5%). Die dem Impfstoff zugesetzte Menge Thiomersal ist aber sehr gering (im Mikrogrammbereich) und liegt deutlich unter dem Wert, der selbst für Schwangere als unbedenklich gilt (Weisser et al.).

Nebenwirkungen einer Impfung:

Schmerzen an der Injektionsstelle (10%)
Rinnende Nase, Halschmerzen, Kopfschmerzen, starkem Schwitzen, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Müdigkeit, Unwohlsein , Fieber (ca 1-10%).

Sollten Sie hohes Fieber als Folge der Impfung bekommen, dann ist es für Sie als Schwangere wichtig, dass Sie möglichst versuchen es zu senken, denn auf Dauer kann Fieber Ihrem Ungeborenen schaden. Wahrscheinlich wird Ihr Arzt Sie gleich bei der Impfung auf diese Möglichkeit ansprechen und Ihnen ein fiebersenkendes Mittel (z.B. Paracetamol) mitgeben.

Ob es spezielle Nebenwirkungen auf Schwangere durch die Impfung gibt, weiß man nicht, da klinische Studien aus ethischen Gründen nicht möglich waren.

Eine generelle Impfpflicht besteht nicht. Sie können sich frei für oder gegen eine Impfung entscheiden.

Aktuelle Informationen des Bundesministeriums zum Thema Schweinegrippe: www.bmgfj.gv.at.
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Dem Kinderwunsch ein bisschen näher

  
Univ. Doz. Dr. Nicolas Zech

Um ihren Kinderwunsch zu erfüllen, müssen sich viele Paare einer künstlichen Befruchtung unterziehen mit Follikel Stiumlation und anschliessender Befruchtung der abpunktierten Eizellen mit dem Samen des Partners entweder durch die klassische IVF (In vitro Fertilisierung), bei welcher der Samen direkt den Eizellen zugegeben wird, oder bei sub-optimalem Samenbefund mittels der „Intracytoplasmic Sperm Injection“ (ICSI) oder „Intracytoplasmic Morphologically Selected Sperm Injection“ (IMSI). Danach werden die befruchteten Eizellen für 5 Tage in Kultur gegeben (Blastozysten – Selektion).

Warum ist eine Blastozysten – Selektion nach künstlicher Befruchtung sinnvoll?

Insgesamt haben nur etwa 3 Eizellen von durchschnittlich 12 Eizellen, die eine Frau mit regelmäßigem Zyklus pro Jahr produziert (jeden Monat einen Eisprung = 12x Eisprung in einem Jahr) die Potenz, nach Befruchtung sich zu einem Kind zu entwickeln. Ein bis zwei weitere Eizellen können zwar zu einer Schwangerschaft führen, enden jedoch in einem Abort.

Theoretisch können sich fast alle 12 Eizellen (also auch diese, die nicht zu einer Schwangerschaft führen)  bis zum Tag 3 der Embryogenese entwickeln, auch wenn diese nie ein Spermium gesehen haben. Man nennt das Parthenogenese – z.B. durch elektrischen Impuls oder einen anderen Stimulus auslösbar).

Erst anschließend merken die Eizellen, dass das Spermium fehlt. Die 1-2 Eizellen, die zur Schwangerschaft führen können, haben meistens einen chromosomalen Defekt mit Zugewinn von Chromosomen (die häufigsten sind eine Trisomie 21, 13, 16, und 18). Verluste von Chromosomen (Monosomien), die ebenfalls auftreten können, führen normalerweise nicht zu einem positiven Schwangerschafts – Test. Solche Chromosomenstörungen kann man mit der Preimplantation-Genetic-Diagnosis (PGD oder auf deutsch PID abgekürzt) mit der Untersuchung der Polkörperchen bei der Eizelle feststellen.

Chromosomenstörungen häufen sich mit den Lebensjahren, da die Eizellen altern; das ist etwa vergleichbar mit einem Gummi, der nach Jahren brüchig wird und leicht reißt – ev. früher, wenn er extremen Umweltfaktoren ausgesetzt ist (z.B.: Licht [UV-Strahlung], häufige Temperaturschwankungen etc. - vergleichbar mit Rauchen, exzessives Leben, hormonelle Störungen etc.). Jedes Chromosom ist an so einem „Gummi“ fixiert, wenn es reißt, bleibt ein/ mehrere Chromosomen in der Eizelle zurück, somit führt dies gehäuft zu Trisomien oder die Eizelle verliert es (Monosomien). Manchmal sind auch mehrere Chromosomen betroffen, je nachdem, wie viele „Gummis“ reißen und in welche Richtung der „Gummi“ hinspickt.

Man muss auch hinzufügen, dass die Eizellen mit Chromosomenstörungen in den meisten Fällen nicht zur Schwangerschaft führen (negativer Schwangerschafts - Test), da die meisten mehrere Chromosomenstörungen gleichzeitig aufweisen oder Monosomien bestehen.

Ausgenommen sind „lebensfähige Chromosomenstörungen“, wie die Trisomie 21, 13 od 18, die mit zunehmendem Alter gehäuft auftreten. Aber auch hier erblicken nur die wenigsten Kinder das Licht der Welt, die meisten Schwangerschaften enden in einem Früh - Abort (bis etwa 12-16 Schwangerschaftswoche, meistens früher so etwa um die 4-6 Schwangerschaftswoche)(Abort-Rate >98%).

Somit können wir auch unter den „besten Voraussetzungen“ nie eine 100%ige Schwangerschaft garantieren, sondern nur versuchen, die Embryonen mit der höchsten Potenz zu selektieren. Dies ist nur möglich mit der Beobachtung der Embryonenentwicklung bis zum Tag 5 (Blastozysten – Stadium) - selten Tag 6 (länger geht es nicht, da die Embryonen dann die Gebärmutter benötigen). Wie schon gesagt, können sich auch Eizellen, die nie eine Spermium „zu Gesicht“ bekommen haben, sich bis zum Tag 3 weiterentwickeln, da das Genom vom Samen erst stufenweise ab dem Tag 3 dazuschaltet wird und an der Entwicklung des Embryos zu partizipieren beginnt (= „Late Paternal Effect). Eizellen ohne Samen können am Tag 3 genauso schön ausschauen wie mit Samen befruchtete Eizellen. Am Tag 5, dem Blastozysten – Stadium, sind diese einfach nicht mehr vorhanden, da sich diese ohne Samen nicht mehr weiter entwickeln konnten (aber auch wegen chromosomaler Störungen – Ausnahmen wie gesagt wenige Chromosomenstörungen wie Trisomie 21, 18, 13).

Somit können wir bei z.B. durchschnittlich 12 gewonnenen Eizellen mit Hilfe der künstlichen Befruchtung, auch allgemein als IVF bezeichnet, bei einer jungen Frau eine Schwangerschaftsrate von 80% erreichen mit einer Abortrate von etwa 5-10%, was einer „Baby-Take-Home Rate“ von 70-75% entspricht. Da eine mindestens 20% - 30% Mehrlings-Schwangerschaftsrate besteht, wenn man 2 Blastozysten zurückgibt –bei insgesamt nicht wesentlicher Verbesserung der Schwangerschaftsrate (ev. 5-7% maximal), tendieren wir bei uns in diesen Fällen zu einem elektiven „Single Embryo Transfer“ (eSET) damit der Babywunsch in Erfüllung geht. Ingesamt muss angemerkt werden, dass sich die Chance auf eine Schwangerschaft nicht wesentlich erhöht, wenn man mehr als 2 Blastozysten zurückgibt, jedoch das Risiko für Mehrlinge signifikant ansteigt.
Es hängt nicht nur von der Anzahl gewonnener Eizellen ab, sondern auch von deren Qualität; es gibt Frauen, die nur wenige Eizellen produzieren, jedoch davon die Mehrzahl zur Blastozyste werden (wie bei 12 gewonnenen Eizellen); wie auch Frauen, die 20-30 Eizellen produzieren, aber deswegen nicht mehr Blastozysten sich entwickeln, als wenn 12 Eizellen gewonnen würden. Jedoch kann man das erst beurteilen/ erkennen, wenn man die Blastozysten-Selektion anwendet – daher: Blastozysten - Selektion aller befruchteten Eizellen immer empfohlen.

Was haben wir in der neuen Arbeit herausgefunden?
Mit der Blastozysten – Selektion kann es vorkommen, dass nach Zurückgabe einer Blastozyste in die Gebärmutter ein oder mehrere Blastozysten noch in der Kultur vorhanden sind – das sind ja alles potentielle Wunschkinder. Diese wollen wir natürlich tiefgefrieren, da viele Paare gerne ein Geschwisterchen hätten für ihr Kind oder falls es beim ersten Anlauf nicht geklappt hat, dass man mit diesen Blastozysten beim zweiten Anlauf zum Wunschbaby verhelfen kann. Wir haben mit Dr. Pierre Vanderzwalmen einen der Pioniere in Sachen Tiefgefrieren von Embryonen seit langen in unserem Team. Wir konnten eine neue Klassifikation erstellen, wie man Blastozysten nach dem Auftauen beurteilen soll, damit man die richtige Blastozyste für den Transfer in die Gebärmutter wählt. Somit kann man die Schwangerschaftsraten nochmals verbessern. Unser aller Ziel ist es, den Kinderwunsch der Paare zu erfüllen, wenn möglich immer beim ersten Anlauf!


Anbei die Zusammenfassung aus der Originalarbeit.

Ebner T, Vanderzwalmen P, Shebl O, Urdl W, Moser M, Zech NH, Tews G.
Morphology of vitrified/warmed day-5 embryos predicts rates of implantation, pregnancy and live birth. Reprod Biomed Online. 2009; 19(1):72-8.

Although some post-thaw morphological predictors of pregnancy have been
investigated in slow freezing of blastocysts, no such data have been published for vitrified and warmed blastocysts. Therefore, a prospective four-part score was applied to vitrified/warmed day-5 embryos to evaluate whether certain morphological parameters could serve as predictors of implantation, pregnancy and live birth. All morulae/blastocysts that were considered to be viable after warming were scored according to a previously unpublished grading system based on re-expansion, hatching (out of an artificial gap in the zona pellucida), extensive cytoplasmic granulation and presence of necrotic foci. Overall, 74% (202/273) of the vitrified concepti were found to be viable after warming. Early blastocysts showed better survival versus extended/hatching blastocysts (P < 0.01). Of the morphological parameters analysed, immediate re-expansion (P < 0.05) and hatching (P < 0.001) were positive predictors of the rates of implantation, pregnancy and live birth. The opposite holds for extensive cytoplasmic granulation (P < 0.05), which was negatively related. Accurate scoring of warmed blastocysts (within the first 2 h) allows for prediction of pregnancy outcome, and thus will help to further reduce the number of transferred embryos.


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Neue Therapie in der künstl. Befruchtung

  
Univ. Doz. Dr. Nicolas Zech

...... dem Wunschkind einen Schritt näher mit Hilfe von IMSI

Etwa 15 Prozent der Paare haben einen unerfüllten Kinderwunsch. Oft hilft hier nur die künstliche Befruchtung der Eizellen mit dem Samen des Partners nach Follikel - Stimulation und Abpunktieren aller Eizellen. Ein wesentlicher Punkt, um mit der In vitro Fertilisierung hohe Schwangerschaftsraten zu erzielen, ist die Selektion von Blastozysten am Tag 5 der Entwicklung in Kultur.

Bisher ist man davon ausgegangen, dass die Entwicklung von Embryonen vor allem von der Qualität der Eizellen abhängt, die mit dem Alter der Frau abnimmt. Der Samen, so meinte man, steuert nur sein Erbgut bei. Dem ist nicht so. Unsere Team (Erstautor Dr. Pierre Vanderzwalmen) konnte erstmals kürzlich in einer Arbeit, die in einem wissenschaftlich hochrangigen Journal publiziert wurde (RBMonline) zeigen, dass sehr wohl der Samen mehr an der weiteren Entwicklung der Embryonen beisteuert als nur seine Erbinformation.

Wesentlich zu betonen ist, dass diese Beobachtungen von uns nur möglich waren, weil wir die Entwicklung aller Embryonen bis zum Blastozysten-Stadium beobachten konnten, was ganz allgemein als Blastozysten - Selektion verstanden wird.

Normalerweise wird die „Intracytoplasmic Sperm Injection“, abgekürzt auch ICSI genannt, als Technik eingesetzt wird, um die Samen des Partners direkt in die Eizelle zu geben und dadurch die Befruchtung der Eizelle zu bewirken. Diese Technik kommt vor allem zum Einsatz, wenn ein sub-optimaler Samenbefund vorliegt (Männliche Subfertilität) und der Samen es von sich selbst aus nicht schafft, die Eizelle zu befruchten (In vitro Fertilisierung oder IVF genannt). Bei vielen Paaren mit Kinderwunsch zeigt der Samen des Partners eine sub-optimale Qualität.

Was haben wir herausgefunden?

Mit der ICSI Technik zur Befruchtung der Eizellen können Samen nur mit 400-facher Vergrößerung beurteilt werden, um den besten Samen zur Befruchtung heranzuziehen (genau genommen ist das eine „Selektion“ der besten Samen).

Mit einer neuen Technik, der so genannten „Intracytoplasmic Morphologically Selected Sperm Injection“, abgekürzt auch als IMSI bezeichnet, können nun die Samen noch viel besser beurteilt werden, da man diese mit einer 6.600-12.5000 fachen Auflösung betrachten kann (man stelle sich ein Fernglas vor, mit der man die Mondoberfläche betrachtet: es ist natürlich etwas anderes, wenn man das mit dem Hubble Weltraumteleskop macht als mit einem Operngucker).

Nun, mit dieser neuen IMSI Technik konnten wir zeigen, dass sogar bei Vorliegen eines normalen Samenbefundes es Qualitätsunterschiede der Samen gibt, die man mit der ICSI Technik nicht erfassen kann (siehe Figure 3 der Originalarbeit). Im Durchschnitt haben 50% aller Samen eine schlechte Qualität. Je schlechter der Samenbefund, desto weniger qualitativ gute Samen sing vorliegend.

Wir konnten eine neue Klassifikation der Samenqualität mit Hilfe der IMSI Technologie erstellen (Samenqualität 1-4). Wenn man Samen mit der Qualität 1-2 zur Befruchtung heranzieht, entwickeln sich signifikant mehr Embryonen zu Blastozysten, als mit Samen der Qualität 3-4. Interessanterweise war diese Signifikanz am Tag 3 der Embryonenentwicklung nicht klar ersichtlich. Wir schließen aus unserer Arbeit, dass neben der Blastozysten- Selektion auch eine Samen -Selektion in jedem Fall stattfinden sollte. In den meisten Fällen findet man auch Samen der Qualität 1-2. Aber: dies ist nur möglich mit Selektion der Samen mittels IMSI.





Anbei die Originalzusammenfassung der publizierten Arbeit:


Vanderzwalmen P, Hiemer A, Rubner P, Bach M, Neyer A, Stecher A, Uher P, Zintz M, Lejeune B, Vanderzwalmen S, Cassuto G, Zech NH. Blastocyst development after sperm selection at high magnification is associated with size and number of nuclear vacuoles. Reprod Biomed Online. 2008; 17(5): 617-27.

Institute for Reproductive Medicine and Endocrinology, Bregenz, Austria.
pierrevdz@hotmail.com

Spermatozoa selection at high magnification before intracytoplasmic sperm
injection seems to be positively associated with pregnancy rates after day 3 embryo transfers. The aim was to demonstrate an association between the presence of vacuoles in sperm nuclei and the competence of embryos to develop to day 5. Grading of spermatozoa at x 6000-x 12,500 magnification: grade I, no vacuoles; grade II, or=1 large vacuole; grade IV, large vacuoles with other abnormalities. The outcome of embryo development in a group of 25 patients after sibling oocyte injection with the four different grades of spermatozoa showed no significant difference in embryo quality up to day 3. However, the occurrence of blastocyst formation was 56.3 and 61.4% with grade I
and II spermatozoa respectively, compared with 5.1% with grade III and 0% with grade IV respectively (P < 0.001). Spermatozoa selection at high magnification using Nomarski interference contrast is useful to identify more precisely the size and the number of nuclear vacuoles that greatly exert a negative effect on embryo development to the blastocyst stage. These observations confirm previous studies pointing to possible 'early and late paternal effects', both of which may have an impact on early embryonic development.



Figure 3. Spermatozoa with Nomarski and Hoffman optic systems at different magnifications. (A) Nomarski differential interference contrast at ×1000 magnification (×100 DIC objective). (B) Nomarski differential interference contrast at ×12,000 magnification (×100 DIC objective plus VarioC-mount Zoom). (C) Hoffman modulation contrast at ×400 magnification (×40 HMC objective). (D) Hoffman modulation contrast at ×1000 magnification (×40 HMC objective plus VarioC-mount Zoom). Short arrow: small vacuoles; long arrow: large vacuole.


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25 Jahre Kinderwunsch in den IVF Zentren Prof. Zech

  
Anlässlich des 25 Jahre Jubiläums veranstalten wir am 14. November in Bregenz ein mit international renommierten Wissenschaftlern und Referenten besetztes Jubiläums-Symposium. Dabei werden die neuesten Erkenntnisse und Trends zum Thema IVF und Stammzellforschung präsentiert.

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IVF Zentren Prof. Zech
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Bregenz
Tel.: +43 5574 44836
zech@ivf.at
Österreich
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Tel.: +43 662 9010 5000
office@kinderwunsch-salzburg.at
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Tel.: +41 71 950 1580
zech@fivet-ivf.ch
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Tel.: +423 237 6655
zech@ivf.li
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Tel.: +42 0377 279 350
zech@ivf-institut.cz
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zech@fivet-ivf.it
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Lagos State, Nigeria
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