Unter optimalen Voraussetzungen kommt es bei nicht behandelten Paaren mit Kinderwunsch in etwa 25 - 30% der Menstruationszyklen zum Eintritt einer Schwangerschaft. Ein hoher Prozentsatz (vermutlich mehr als 30%) aller befruchteten Eizellen des Menschen weist eine Chromosomenanomalie auf. Von den bewußt registrierten Schwangerschaften enden etwa 15% in einem Spontanabort.
Diese Zahlen zeigen, welche Mechanismen die Natur hat, um krankhafte, meistens genetisch defekte, Embryonen auszusondern. Schwangerschaften nach einer Sterilitätsbehandlung unterscheiden sich grundsätzlich nicht wesentlich gegenüber jenen der Gesamtbevölkerung.
Chromosomenstörungen und vererbte Krankheiten
Die Chromosomen sind die Träger der Erbanlagen. Die Hälfte von ihnen wird vom Vater, die andere Hälfte von der Mutter bei der Befruchtung bereitgestellt. Bei dieser Vereinigung der Chromosomen kann es zu Fehlverteilungen kommen. Die bekannteste davon ist die Trisomie 21 (Mongolismus = Down Syndrom). Mit zunehmendem Alter der Frau über das 35. Lebensjahr hinaus, steigt auch das Risiko an, ein mongoloides Kind zu bekommen.
Wenn also die Frau über 35 Jahre alt ist, eine familiäre Belastung mit Chromosomenstörungen besteht, erhöhte biochemische Parameter (z.B. Triple-Test) oder auffallende Ultraschallbefunde vorliegen, ist eine genetische Beratung und allenfalls eine Untersuchung der Chromosomen empfehlenswert
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