Erfolg durch Qualität

Blastozysten - Kultur


Um sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen, müssen viele Paare eine Befruchtung außerhalb des Körpers vornehmen. Dabei werden in Ländern, in denen eine liberale Gesetzgebung herrscht (USA, England, Österreich, Tschechien etc.) die befruchteten Eizellen (Zygote) und alle daraus resultierenden Embryonen für 5 Tage in eine Kultur gegeben (Blastozysten - Kultur).


Kinderwunsch-Wettlauf-Blastozysten-Selektion




1. Warum ist die Blastozysten - Kultur sinnvoll?


Beispielhaft dargelegt an der "natürlichen" Situation: 
Insgesamt haben nur etwa 3 von durchschnittlich 12 Eizellen, die eine Frau mit regelmäßigem Zyklus pro Jahr produziert (jeden Monat einen Eisprung = 12 x Eisprung in einem Jahr - Ovulation, Follikelsprung) die Potenz, sich nach der Befruchtung zu einem Kind zu entwickeln. Ein bis zwei weitere Eizellen können zwar zu einer Schwangerschaft führen, enden jedoch in einer Fehlgeburt.

Rein theoretisch können sich fast alle 12 Eizellen (also auch jene, die nicht zu einer Schwangerschaft führen)  bis zum 3. Tag entwickeln, auch wenn diese nie ein Spermium gesehen haben. Man nennt das Parthenogenese (kann durch elektrischen Impuls oder einen anderen Stimulus ausgelöst werden).

Erst anschließend merken die Eizellen, dass das Spermium fehlt. Solche Eizellen besitzen oft einen chromosomalen Defekt (Aneuploidie). Diese Chromosomen - Störungen können mittels Preimplantation-Genetik-Diagnose (Untersuchung der Polkörperchen, Polkörperchendiagnostik) festgestellt werden. Chromosomenstörungen häufen sich mit den Lebensjahren, da die Eizellen altern. 

Auch sub-optimale Embryo - Kulturen oder sub-optimale Befruchtungs-Techniken können dazu führen, dass befruchtete Eizellen und die sich daraus entwickelnden Embryonen am Tag 2-3 in einem Entwicklungsstopp enden.

Wenn man die Technik der Blastozysten - Kultur nicht beherrscht oder diese nicht durchführt, kann man keine Aussagen darüber treffen, ob die Embryonen am Tag 2-3 wirklich entwicklungsfähig sind. 

Bei einer Blastozysten - Kultur werden die schlecht entwickelten befruchteten Eizellen und Embryonen ohne weitere Aussicht auf eine Implantation einfach ausselektiert! 
Mit dieser Technik kann man bei einer "künstlichen Befruchtung" bei einer jungen Frau (25-30 Jahre) eine Schwangerschaftsrate von bis zu 80% erreichen. Die Fehlgeburtenrate beträgt dabei etwa 5%-10%, was einer Baby - Take - Home Rate von 70%-75% entspricht. 


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2. Kultivierung der Embryonen bis zum Blastozystenstadium

  
Durch neueste Erkenntnisse über die Physiologie der Embryonen sind verbesserte Kulturmedien entwickelt worden, die eine in vitro Kultivierung bis zum Blastozystenstadium erlauben. 
Kinderwunsch-Blastozystenselektion-Brustschrank    Kinderwunsch-Kultur-Schälchen    Kinderwunsch-Kultur-Schälchen
Brutschrank und Kultur - Schälchen für Embryonen

Diese Medien minimieren das Risiko des Verlustes der Lebensfähigkeit der Embryonen, wie dies früher oft bei verlängerter In vitro Kultur beobachtet wurde.

Folgende Medien werden für die Kultur verwendet: 
1. Sequentielle Medien  Diese Medien folgen dem Prinzip „Back to Nature“
  • Medium I zur Kultivierung bis zum Tag 3 (8-Zell-Stadium). Jede Blastomere existiert wie ein einzelliger Organismus.
  • Medium II  für die Embryo - Kultur nach der Kompaktierung (Morula - Stadium) bzw. Aktivierung der Gene vom Samen des Mannes (paternaler Effekt). Die ersten Zell Verbände entstehen im Embryo, eine Kommunikation innerhalb der Blastomeren baut sich auf.
Der völlig unterschiedliche Stoffwechsel der Embryonen vor und nach dieser Kompaktierung wird durch diese Medien berücksichtigt.

2. KSOM Medien 
Einfaches Optimiertes Medium (sogenanntes „Let the Embryo Choose”- Medium) oder „KCl-angereichtertes Simplex Optimisation Medium“ (KSOM).  Nach intensiven Forschungen über den Bedarf der Eizellen und Embryonen während der ersten Tage in Kultur, wurde ein einfaches optimiertes Medium (sogenanntes „One-Step“-Protokoll) entwickelt.  Internationale klinische Studien zeigen klar, dass solch ein Medium die Entwicklung menschlicher Embryonen bis zur Blastozyste unterstützt. In einer großangelegten prospektiven Studie konnte gezeigt werden, dass die höchsten Schwangerschaftsraten resultieren, wenn die Kultur mit einer Mischung von beiden Medien (Sequentielles Medium + KSOM) vorgenommen wurde. Jeder Embryo hat offensichtlich "Präferenzen", welche man allerdings noch nicht kennt. Mit diesen Techniken versucht man daher, die Vorteile der einzelnen Medien voll auszunützen und die Schwangerschafts - Raten zu optimieren! Wünschenswert ist es, die Embryonen bis zum Tag 5 (Blastozysten - Stadium) in Kultur zu halten. Damit sind folgende Vorteile verbunden:
    • Kultur der besten Embryonen: mit dieser Kulturtechnik können jene Embryonen zum Transfer verwendet werden, welche ein optimales Entwicklungspotential zeigen.
    Patienten mit gewissen chromosomalen Translokationen können ebenfalls von der Technik der Blastozysten - Kultur profitieren. Da sich Embryonen, die mit einer speziellen Translokation befallen sind, in den ersten Entwicklungsstufen bei verlängerter Kultur oft nicht weiterentwickeln, besteht mit der Kultur zur Blastozyste die Möglichkeit, einen aktiven Embryo auszuwählen und damit die Chance für die Geburt eines gesunden Kindes zu erhöhen. 

    Unter diesem Aspekt ist auch eine Blastozysten - Kultur bei Frauen über dem 38. Lebensjahr sinnvoll. Das Risiko einer Aneuplodie (unterschiedliche Chromosomenzahl) nimmt mit dem Alter der Frau zu und Embryonen mit Aneuploidien neigen dazu, sich nach dem Tag 3 nicht weiterzuentwickeln. Durch den Transfer von einem bis zwei Embryonen im Blastozystenstadium erreicht man höhere Implantationsraten.



    Kinderwunsch-Blastozystenselektion-Implantation


    Ein weiterer großer Vorteil des Transfers am Tag 5 liegt in der verminderten Kontraktion des Uterus ab dem Tag 5. Damit wird verhindert, dass die in die Gebärmutter zurück gesetzten Embryonen vermehrt ausgestoßen werden. In einer wissenschaftlichen Arbeit wurde dies anhand von Messungen der Kontraktionen in der Gebärmutter eindeutig bewiesen. Literatur
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    Literatur zum Thema


        Kinderwunsch - Blastozystenselektion

    Blastozystenkultur - praktisches
      Vorgehen - Untersuchungen
         zum "Fetal Outcome"

    IVF Zentren Prof. Zech
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