Die Behandlung
     bis zum Wunschkind

Samengewinnung

Es gibt grundsätzlich 3 Arten, wie Samenzellen gewonnen werden können.

Kinderwunschbehandlung - Samen auf dem Weg zur Eizelle

1. Ejakulation
2. TESE / TESA
3. Samenspende


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1. Ejakulation

  

Die Gewinnung von Samenzellen erfolgt durch Masturbation und Ejakulation von Sperma üblicherweise am Tag der Eizellentnahme (Follikel - Punktion).

Dies ist "auf Befehl" oder unter Zeitdruck und Stress nicht immer leicht möglich. In solchen Fällen kann die Samen - Probe von zu Hause mitgebracht werden (Zeitraum zwischen Ejakulation und Abgabe der Samenprobe im IVF Zentrum sollte zwei Stunden nicht überschreiten). Für den Transport tragen Sie die Samenprobe am Körper.

Das Ejakulat / Sperma muss unter hygienischen Bedingungen gewonnen werden. Man sollte Hände und Penis sorgfältig waschen und von Seife befreien. Zum Auffangen der Samenprobe dürfen nur Gefäße verwenden, die von uns beschriftet bereitgestellt  werden, da diese getestet und für Spermien ungiftig sind. Kondome sollten auf keinen Fall benutzt werden!

Für die Verwendung bei IVF, ICSI, IMSI müssen die Samenzellen speziell aufbereitet werden. Hier werden prinzipiell lebendige und gesunde Samenzellen von übrigen Bestandteilen des Ejakulats / Sperma getrennt.

Dies nimmt in etwa 1-3 Stunden in Anspruch. Durch die Aufbereitung werden unter anderem:
  • die besten Spermien isoliert,
  • die Konzentration (Dichte) der Samenzelle oft erhöht
  • die Spermien aktiviert
  • Bakterien und andere unerwünschte Bestandteile des Ejakulats (z.B. Prostaglandine) entfernt.


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2. TESE / TESA

  
Die weltweit erste Schwangerschaft mit Geburt eines gesunden Kindes durch Gewinnung von Samen direkt aus dem Hoden wurde von unserem Mitarbeiter Dr. Pierre Vanderzwalmen [Pregnancy after fertilisation with human testicular spermatozoa. Lancet (1993)] erzielt.TESE steht für „Testikuläre Spermien - Extraktion“, TESA bedeutet „Testikuläre Spermien - Aspiration“. Beides sind operative Techniken zur Gewinnung von Samenzellen direkt aus dem Hoden. Die TESE kann Anwendung finden, wenn im Ejakulat äußerst wenige (OAT-Syndrom) oder gar keine Samenzellen (nicht obstruktive - Azoospermie) nachweisbar sind, die TESA (weniger invasiv, da perkutan aspiriert wird, wenn z.B. ein Verschluß der Samenleitern vorliegt (obstruktive Azoospermie).
Sowohl bei TESE als auch bei TESA werden die Samenzellen mit Hilfe der Mikroinjektion (ICSI, IMSI) in das Zytoplasma der Eizelle eingebracht.
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3. Samenspende

  

Dieses Verfahren der künstlichen Befruchtung wird auch heterologe Insemination bezeichnet. Es kann in folgenden Situationen hilfreich sein:
  • wenn der Partner keine Samenzellen produziert und auch eine Samengewinnung ohne Erfolg bleibt (fallweise kann aus nicht bekannten Ursachen die Hodenfunktion derart gestört sein, dass auch nach operativer Entnahme eines Gewebsstückes aus dem Hoden das Auffinden von Spermien nicht möglich ist, da keine mehr gebildet werden)
  • nach operativer Entfernung beider Hoden
  • nach einer Chemo- oder Bestrahlungstherapie infolge bösartiger Erkrankungen
  • Durch eine Samenspende kann einer möglichen Weitervererbung von Fehlbildungen durch eine genetische Erkrankung des Mannes entgegen gewirkt wird. Hier ist jedoch oft auch die Prä - Implantations – Diagnostik (PID) zielführend.

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Info für Samenspender

Voraussetzungen für Spender:

  • Alter: mindestens 20 Jahre, maximal 35 Jahre
  • Der Spender darf keine Infektionskrankheiten haben. Die Samenproben müssen absolut frei von einem Infektionsrisiko sein.
Informationen für Samenspender...


Literatur zum Thema


   

  A new real-time morphology classification
      for human spermatozoa: a link for
  fertilization and improved embryo quality.

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Österreich
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